Der Helferkreis Nußdorf

Liebe Mitbürgerinnen- und Mitbürger,

in diesen Tagen sind weltweit Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und religiöser Verfolgung. Viele dieser Menschen sind traumatisiert, haben existenzielle Ängste und müssen versuchen, sich in einem fremden Land zurechtzufinden. Vor allem die  Flüchtlinge aus den Krisengebieten in den arabischen und afrikanischen Staaten verlassen ihre Heimat, um  bei uns in Deutschland Schutz zu finden. Diese schier unaufhaltsame Völkerwanderung bringt auch unser Land an den Rand seiner Leistungsfähigkeit. Viele unserer Bürger haben Angst vor dem was die Zukunft in diesem Zusammenhang bringen wird.

Wenn auch in unserem Dorf bis jetzt erst einige Asylbewerber untergebracht sind, bemühen wir uns von Seiten der Gemeinde geeignete Unterkünfte zur Verfügung stellen zu können, damit auch wir unseren Anteil an der Lösung dieser europäischen Aufgabe leisten können. In diesem Jahr werden mit Sicherheit über 50 Personen auch in Nußdorf ihren Platz finden. Ich sehe es als unsere christliche Pflicht Menschen, die aus Angst um ihr Leben vor Terror und Krieg zu uns flüchten, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Wir sind gefordert die Asylbewerber in unseren Lebensraum zu integrieren, sie in Sprachenkursen, beim Gang zu Ärzten und Behörden und vor allem bei der Arbeitssuche zu unterstützen. 

 

Eine wesentliche Aufgabe besteht jedoch darin ihnen unsere gesellschaftlichen Wertvorstellungen und die demokratischen Grundregeln unseres Zusammenlebens zu vermitteln. Dieser großen Herausforderung kann die Gemeinde Nußdorf ohne das ehrenamtliche Engagement ihrer Bürger nicht gerecht werden. Deshalb bin ich froh und dankbar, dass sich viele ehrenamtliche Helfer zu einem Helferkreis zusammengeschlossen haben um die Gemeinde tatkräftig zu unterstützen.
Ich danke allen ehrenamtlichen Helfern, die sehr viel Zeit, Energie und Arbeit aufwenden, um den Asylbewerbern und Flüchtlingen in Nußdorf zu helfen. Mein Dank gilt aber auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die die Arbeit unseres Helferkreises mit Geld-, Sach- oder Kleiderspenden unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass unserer Dorfgemeinschaft die Unterbringung und Integration unserer Asylbewerber in Nußdorf a. Inn bestmöglich umsetzen wird.

Sepp Oberauer
Erster Bürgermeister