Nußdorf erwartet neue Asylbewerber

Kürzlich teilte das Landratsamt Rosenheim der Gemeinde Nußdorf mit, dass ab Januar 2017 mit einer größeren Zahl von Asylsuchenden gerechnet werden muss. Sie sollen im ehemaligen Landhotel am Waldpark untergebracht werden.


Aus diesem Grund lud Bürgermeister Sepp Oberauer die zukünftige Nachbarschaft zu einem Informationsabend in den Sitzungssaal der Gemeinde ein, der mit über 50 Interessierten fast überfüllt war.
Zunächst erläuterte der Bürgermeister die Situation der Flüchtlingsverteilung im Landkreis, wobei schnell deutlich wurde, dass Nußdorf mit 9 Asylbewerbern in dieser Angelegenheit Schlusslicht ist.
Damit mehr Gerechtigkeit herrschen kann, werden die Flüchtlinge nun „umverteilt“. Deshalb wurde der ministerielle Stopp vom Mai wieder aufgehoben – Bauvorhaben und Anmietungen erfolgen wieder. Auch auf das neue Gesetz über Zuständigkeiten in der Flüchtlingsfrage ging Oberauer ein. Der Landkreis ist es nun, der die Zuteilung an die Gemeinden durchführen muss, was nach einem von der Einwohnerzahl abhängigen Schlüssel erfolgt.

Die Zuhörer, die nun zu Wort kommen konnten, machten kein Hehl aus ihren Befürchtungen, signalisierten teilweise aber auch ihre grundsätzliche Offenheit.
Fragen wie nach Ansprechpartnern bei Problemen, nach Haftpflicht bei Schäden oder Sicherheitsdefiziten waren genauso zu hören wie positive Begegnungen mit Flüchtlingen.
Die Asylbeauftragte der Gemeinde, Renate Pröbstl, berichtete von den Erfahrungen des Helferkreises und bat dabei gleichzeitig um Unterstützung bei den vielfältigen Aufgaben, sowohl durch die Nachbarschaft wie auch durch neue Helfer.
Bürgermeister Oberauer versprach, die noch offenen Antworten zu klären und entließ nach zwei- stündigem intensiven Gespräch eine Bürgerschar, der wohl doch klar geworden war, dass die neue Lage akzeptiert und zum Positiven gewendet werden muss.

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